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Die Transaxle Porsche 924 S & 944

2017-01-27 13:52
von Wolfgang K. Elges
(Kommentare: 3)

Der Einstieg in die Sportwagenwelt aus bestem Hause - die Transaxle Porsche 924 S und 944

Text: Wolfgang K. Elges

Bilder: Sven-Ulrik Schneider

Jahrelang zu Unrecht als ‚Hausfrauen‘- oder ‚Maurerporsche‘ verschrien ernten die ‘kleinen‘ Porsche 924, 924 S und 944 nun seit einigen Jahren mehr und mehr Lorbeeren. Unter anderem auch weil sich inzwischen herumgesprochen hat, dass Technik und Verarbeitung allesamt auf bekannt guten Porscheniveau liegen. 

Aber gehen wir zurück in die frühen ‘70er Jahre. Damals erhielt der kleine, aber feine Sportwagenbauer Porsche von der großen Quasi-Mutter Volkswagen den umfänglichen Auftrag einen adäquaten, aber kostengünstigen Sportwagen zu konstruieren.

Letztlich legte VW alles auf Eis und erst knapp 2 Jahre später erinnerte man sich bei Porsche an die fertigen Pläne. Diese gingen nochmals durch die Designabteilung und es entstand bis zum Verkaufsstart im Jahr 1976 der Porsche 924. 

Wikipedia schreibt über den 924:

"Die von Harm Lagaay entworfene Karosserie des 924 unterschied sich grundlegend von denen der vorhergehenden Porsche-Modellen 356, 911 und 914. Wegen des vorn eingebauten Motors hatte der 924er eine für Porsche völlig neue Linienführung. Der Leiter des Karosseriedesigns bei Porsche, Anatole Lapine, sagte über die Form: "Das Auto hat einer gezeichnet, der sein Leben lang von einem Ferrari geträumt, aber nie einen gekriegt hat." 

Wir sind in den vergangenen Jahren, neben fast allen 911-Modellen auch sämtliche Transaxle-Porsche gefahren. Viele bei Veranstaltungen, einige bei Fahrzeugbesichtigungen oder als private Daily-Driver. Den Kleinsten im Bunde, den 125 PS starken Porsche 924, der aufgrund seines sehr geringen Fahrzeuggewichts überraschend agil ist und einen viel sportlicheren Eindruck hinterlässt, als die angegebenen Motordaten es vermuten lassen.

Ebenso haben wir erFAHREN, dass 924 S und 944 das alles noch einmal besser können. Obwohl sich zwar Porsche 924 und 924 S äußerlich gleichen, ist der S technisch eher ein 944. Eingeweihte erkennen eine 924 S an seinen 5-Loch-Rädern, er fährt schließlich auf dem kompletten Fahrwerksystem des 944, aber das ist auch schon das einzige eindeutige Erkennungszeichen. 

Unterm Blechkleid des Porsche 924 S verbirgt sich der viel zitierte Wolf im Schafspelz, nämlich die komplette Technik und Power des 944. So entwickelt der 2,5 Liter Vierzylinder hier 160 PS. Die Differenz von 3 PS zu den offiziellen Werksangaben beim 944 (163 PS) hatten in den ‘80ern wohl eher nur verkaufspolitische Gründe, um mit dem damals sehr viel teureren Vierundvierziger neben der kräftigeren Optik auch einen etwas stärkeren Motor anbieten zu können. 

Fahrdynamisch nehmen sich beide Brüder heute nicht die Butter vom Brot. Der eher zierliche 924 S fährt sich – gefühlt – und gewogen etwas leichter, dafür punktet der Porsche 944 mit einer etwas satteren Lage in schnellen Kurven; und dem sportlicherem Auftritt. Das Auge isst schließlich mit!

 

Technische Daten: 

Porsche 924 S (1986 - 1988)

2,5 Liter Vierzylinder-Motor

118 KW (160 PS) bei 5900/min

210 NM

1190 KG

 

Porsche 944 MK1 (1981 - 1985)

2,5 Liter Vierzylinder-Motor

120 KW (163 KW) bei 5800/min

205 NM

1200 KG

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